Die Allgemeinbildende Abteilung

"... die Schüler Betreffendes, für sie Wichtiges, 'etwas für das Leben' zu lehren; auf moderne Art zu unterrichten (nicht nur in den Fremdsprachen); Partnerschaften, Austausch zu pflegen mit anderen Ländern und dadurch den Horizont zu erweitern ..." - so beginnt an anderer Stelle ein Artikel zum Selbstverständnis der so genannten A-Abteilung an unserer Schule. Es wäre vermessen zu behaupten, das alles erreichen wir Lehrerinnen und Lehrer mit unseren so genannten A-Fächern alleine an unserer Schule, andererseits sind wir nicht ganz unbeteiligt daran. Bis in die 1960er Jahre war die Schule ausschließlich Berufsschule, Lehrlinge besuchten sie im Wechsel zur betrieblichen Ausbildung. Die damaligen Fachlehrer unterrichteten auch die allgemeinbildenden Fächer wie Deutsch, Sozialkunde, Wirtschaftskunde. Ende der 1960er Jahre entstanden, beginnend mit den ein- und zweijährigen Berufsfachschulen, laufend neue Schularten. Damit erschienen auch an unserer Schule (zunächst ... und manchmal heute noch misstrauisch beäugt) Lehrer mit dem Staatsexamen in einem allgemeinbildenden Fach.

Und das sind die Fächer:

  • Bildende Kunst
  • Deutsch
  • Englisch
  • Ethik
  • Französisch
  • Gemeinschaftskunde
  • Geschichte
  • Italienisch
  • Musik
  • Religion
  • Sport
  • Wirtschaftskunde/ Wirtschaftslehre
Sie werden mit unterschiedlicher Stundenzahl, mit unterschiedlichen Inhalten und mit unterschiedlichem Gewicht unterrichtet, je nach Schulart. Sie sind - ebenfalls je nach Schulart - Kernfächer, maßgebende Fächer, Grundkurse oder Leistungskurse.

Und das tun wir für und mit den Schülerinnen und Schülern:

  • Wir bieten sprachlich-literarisch-künstlerische sowie gesellschaftswissenschaftliche Inhalte.
  • Wir unterrichten in Religion und Sport.
  • Wir lehren, Situationen zu analysieren, auch ihre eigene.
  • Wir lehren, wie man am besten lernt.
  • Wir zeigen Alternativen auf, wie (fachliche, allgemeine, private und schulische) Probleme zu lösen und damit zu bewältigen sind.
Lehrer/innen unserer Abteilung engagieren sich mit den Schülern/-innen in unterschiedlichsten kulturellen Projekten, bieten Studienfahrten an und organisieren diese, sind mit dem Jahrbuch beschäftigt, organisieren den Austausch von Lehrern und Schülern mit unseren zahlreichen Partnerschulen.

Ob die Schülerinnen und Schüler alle diese Angebote annehmen? Manche von uns Allgemeinbildnern haben den Eindruck, es ist schwieriger geworden mit unseren Fächern. Neue Medien (ver)führen dazu die Grundfertigkeiten zu vernachlässigen: das genaue und konzentrierte Lesen, das systematische Erfassen und Wiedergeben von Texten, das eigene .. und richtige Schreiben, das ständige Lernen .. und Üben von Vokabeln usw. Das Motto lautet - und ist oft zu hören: Ach, das brauchen wir doch nicht mehr, das ist heute nicht mehr gefragt, das laden wir vom PC herunter, wenn wir es brauchen... Ist das die Schule der Zukunft?

Werner Schwier